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Martin Harms

Mein Sinn des Lebens

Ich bin in einer liebevollen Patchwork-Familie mit vier Geschwistern aufgewachsen. Zwei meiner Geschwister brachte meine Mutter mit in die Beziehung, ich war das erste gemeinsame Kind meiner Eltern. Trotz der Fürsorge und Liebe meiner Familie begleitete mich seit meiner Kindheit eine tiefe Unzufriedenheit. Ich suchte oft Streit und machte es meinen Eltern nicht leicht. In meiner Teenagerzeit wurde diese innere Leere so stark, dass ich sogar mit Selbstmordgedanken kämpfte. Ich war auf der Suche nach etwas, das mein Herz erfüllen und diese Leere beseitigen könnte. Doch weder materielle Dinge, noch Freunde oder Familie konnten diesen Durst stillen.

Mit 18 Jahren lernte ich eine junge Frau kennen, die später meine Frau wurde. Sie erzählte mir von ihrem Glauben an Jesus Christus und dass sie regelmäßig in die Kirche ging. Aus Liebe zu ihr begleitete ich sie zu den Gottesdiensten. Dort hörte ich Predigten, die mich zum Nachdenken brachten, und begann, Jesus Christus und seine Wunder kennenzulernen.

Wenig später stand meine zweite Knieoperation an. Die erste hatte aufgrund von Problemen bei der Narkose einen schweren Verlauf, was mir große Angst machte. In dieser Situation begann ich, zu Jesus zu beten. Ich bat ihn, mir die Angst zu nehmen und die Operation gut verlaufen zu lassen. Kurz darauf verspürte ich eine tiefe innere Ruhe, und meine Angst war wie weggeblasen. Die Operation verlief problemlos.

Während meiner Krankschreibung nahm ich an einer Vortragsreihe in der christlichen Gemeinde teil. In einem persönlichen Gespräch fragte mich der Referent nach dem Sinn meines Lebens. Ohne lange zu überlegen, antwortete ich: „Eine Familie gründen.“ Er hakte nach: „Und dann?“ Ich erwiderte: „Ein Haus bauen und mit meiner Frau dort bis ans Lebensende leben.“ Er fragte erneut: „Und dann?“ Diese Fragen ließen mich nachdenken. Was kommt danach? Was ist der eigentliche Sinn meines Lebens? Kann ein vermeintlich perfektes Leben die Leere in meinem Herzen füllen?

An einem Abend der Vortragsreihe fasste ich den Mut, mein Leben Jesus Christus zu übergeben. In diesem Moment verstand ich, dass es nicht die weltlichen Dinge waren, die mein Herz suchte, sondern Gottes bedingungslose Liebe. Seine Liebe stillte meine tiefe Unzufriedenheit. Jesus nahm mich so an, wie ich bin – mit all meinen Fehlern, meiner Schuld und meinen Macken. Durch ihn hat mein Leben einen Sinn bekommen, der über das rein Materielle hinausgeht.

Heute weiß ich: Der wahre Sinn meines Lebens liegt in Jesus Christus. Er hat mein Leben erfüllt und lebenswert gemacht.

Martin Harms
(Staatlich geprüfter Techniker, Fachbereich Bohrtechnik, Bergbautechnologe, Fachrichtung Tiefbohrtechnik)