Unser Vorstand stellt sich vor
Florian Weise
Hallo, mein Name ist Florian Weise, ich bin Erzieher und arbeite leidenschaftlich gerne mit Kindern und Jugendlichen. Der christliche Glaube spielte in meinem Elternhaus keine Rolle, und so hatte auch ich keinen Bezug dazu. Jesus Christus und die Kirche waren mir völlig fremd. Dennoch spürte ich schon früh eine gewisse Sehnsucht nach etwas Größerem, nach jemandem, der mich beschützt und mit dem ich sprechen kann.
Als Kind habe ich mir beispielsweise zum Geburtstag eine Katze gewünscht. Abends lag ich in meinem Bett und habe Gott gebeten, mir diesen Wunsch zu erfüllen – und dass meine Eltern es erlauben würden. Diese Sehnsucht war irgendwie immer da, auch wenn ich damals nicht wirklich wusste, wie ich Gott finden konnte.
Mit etwa 17 Jahren begannen dann schwierige Zeiten. Ich entwickelte schwere psychische Probleme und musste meine Fachabitur-Ausbildung abbrechen. Der Schulalltag wurde für mich unerträglich. Nach einer viermonatigen Behandlung in einer Klinik, die mir leider kaum half, wurde ich entlassen. Danach begann ich direkt in Weißwasser eine Ausbildung zum Sozialassistenten.
Gleich am ersten Tag lernte ich Nils kennen. Er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Jesus loves you“, was mir sofort auffiel. Seine offene und freundliche Art machte ihn mir auf Anhieb sympathisch, und wir wurden schnell Freunde. Oft war ich bei ihm zu Besuch; wir aßen zusammen, schauten Filme und verbrachten einfach Zeit miteinander. Ab und zu erzählte er mir von Gott und seiner Beziehung zu Jesus. Damals dachte ich jedoch nur: „Lass ihn erzählen, das ist schön für ihn, aber hat nichts mit mir zu tun.“
Nach dem Abschluss unserer Ausbildung zogen wir beide nach Görlitz, wo ich mit meiner Erzieher-Ausbildung begann. Meine psychische Erkrankung verschlechterte sich jedoch zusehends, und ich war kurz davor, alles hinzuschmeißen. Auch körperlich ging es mir immer schlechter. Nils bekam das irgendwann mit.
Er sprach weiterhin gelegentlich von Jesus, und eines Tages dachte ich: „Was habe ich eigentlich zu verlieren?“ So setzte ich mich eines Abends hin und betete – ohne zu wissen, wie man das „richtig“ macht. Es geschah kein Wunder, aber ich merkte, dass die Tage danach ein wenig leichter wurden, wenn ich gebetet hatte.
Nils nahm mich mit in eine christliche Gemeinde in Görlitz, und von Anfang an fühlte ich mich dort willkommen. Die Menschen interessierten sich wirklich für mich, und das tat unglaublich gut. Nils schenkte mir auch eine Bibel, und eines Tages beteten wir gemeinsam. In diesem Gebet übergab ich mein Leben Gott, bekannte meine Schuld und bat Jesus, in mein Leben zu kommen.
Seitdem hat sich vieles verändert. Ich lebe nun mit Gott an meiner Seite und erfahre in schwierigen Situationen immer wieder seine Hilfe. Mein Leben ist nicht plötzlich sorgenfrei, aber ich habe in Jesus Christus meine Zuversicht und Heimat gefunden. Heute bin ich verheiratet und habe ein Kind. Auch wenn das Leben Herausforderungen mit sich bringt, bin ich dankbar, dass Jesus mein Leben lenkt und mir Stabilität schenkt – so sehr, dass ich sogar anderen eine Hilfe sein kann.
Mit ihm an meiner Seite weiß ich: Ich bin niemals allein.
Euer Florian
(Florian Weise, staatlich anerkannter Erzieher)